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LeiTa – Lernen im Tandem | Patenprojekt | In der Schule mitkommen. Mitkommen in den Beruf. -


Aktivitäten

Im Folgenden  finden Sie eine Auswahl von Berichten  über Veranstaltungen und Aktivitäten von LeiTa. Dies soll Ihnen einen ersten Eindruck vermitteln.

Computergeneration übt den Bleisatz

Wer würde eine traditionelle Druckerwerkstatt im düsteren Keller der Volkshochschule vermuten? Einige LeiTa-Schüler/Innen waren mit ihren Paten dort bei Hans Bösl, dem früher bei der Tübinger Chronik tätigen Fachmann. Verschiedene Bleisätze, Schrifttypen in unterschiedlicher Größe durften für die Gestaltung persönlicher Erinnerungsblätter benützt werden.

Doch Vorsicht: Blei ist zwar bleischwer aber auch sehr weich, so dass die Buchstaben allzu leicht beschädigt werden können. Achtung auch bei der Spiegelschrift: Haben nun b und p, d und b den Bauch rechts oder links, und wie kann man n und u auseinanderhalten?

Auch Collagen konnten gestaltet werden, denn Bösl hat einen unerschöpflichen Vorrat an Bildmaterial, das man verschnippeln darf, und er hat vor allem eine Wachswalze, die Kleben und Korrigieren erleichtert. Mit Freude waren alle dabei, drei Stunden verflogen im Nu, und alle konnten selbstgeschaffene Exponate heimtragen.

Text: Christa Hagmeyer

Ein Besuch in der Vorbereitungsklasse

Am Freitag, den 6. Juni 2014 besuchte Christa Hagmeyer die internationale Vorbereitungsklasse in der Mörikeschule. Dort werden Schüler/innen unterschiedlicher Nationalitäten im Alter von 11 bis 17 Jahren schwerpunktmäßig in Deutsch unterrichtet, die erst vor kurzem zugewandert sind. Hagmeyer ist nicht nur LeiTa-Initiatorin und Gruppenleiterin dieser Patengruppe, sie brachte sich bei diesem Anlass in ihrer Eigenschaft als Autorin ein und führte die Schüler an die Theaterwelt heran. Weil aber Wortschatz und Sprechfähigkeit in der neuen Sprache noch fehlen, galt es, die Form der Pantomime zu wählen. Mit heiteren Nebeneffekten wurden dabei Wortfelder aus der körperlichen Darstellung vermittelt; mittels Händen, Füßen, Gestik und Mimik wurden Verben und Adjektive sichtbar. Abschließend spielten die Schüler selbst nach vorgegebenen Begriffen Miniszenen und staunten selbst über ihre spontane Ausdrucksfähigkeit.

Filmvorführung „Töchter des Aufbruchs“

Den Film „Töchter des Aufbruchs“ konnte LeiTa e. V. buchen und am 26. März im DAI anbieten. Der Zuspruch war groß, der Raum voll besetzt; zahlreiche LeiTa-Paten, einige ältere LeiTa-Schülerinnen und auch viele Gäste waren gespannt auf die Lebensberichte der Migrantinnen. Die Regisseurin Uli Bez hatte im Auftrag des Frauennotrufs München im Jahr 2010 den Film gedreht.

Hier fesselt nicht etwa eine geschlossene Erzählung, kein Off-Ton führt oder unterbricht. In diesem Film kommen Migrantinnen u. a. aus der Türkei, Griechenland, Tunesien zu Wort, die überwiegend in den Sechzigerjahren als Arbeitskräfte angeworben worden waren. Ihre Schicksale berühren. Der Sprache und Lebensgewohnheiten unkundig landeten sie sofort bei Siemens, in einer Schokoladenfabrik oder in anderen Betrieben; sie nahmen für die Verdienstmöglichkeit über Jahre hinweg die Trennung von der Familie, auch von den eigenen Kindern in Kauf. Sie haben gelernt, gekämpft, nicht selten im Verborgenen geweint. Heute können sie über ihre Stolperschritte der Anfangszeit lachen, sie erzählen von Nachbarschaft und Kollegialität, aber auch von Ausgrenzung.

In dem Film kommen auch junge Frauen der zweiten Generation zu Wort. Sie haben es wesentlich leichter, in einen qualifizierten Beruf hineinzuwachsen, würden sich aber wünschen, auf Augenhöhe beurteilt zu werden. Ein Lob ihrer Leistung mit dem Hinweis auf ihre erschwerten Bedingungen empfinden sie nicht ausschließlich als Auszeichnung.

Der Film schafft es, Tragik mit Leichtigkeit zu verbinden. Die persönlichen Zeitzeugnisse beschönigen nicht, klagen nicht an; als Lebensbilanz wird Zufriedenheit darüber deutlich, diese besondere Lebensführung gemeistert zu haben.

Text: Christa Hagmeyer

Bild: Ulrike Bez

Brezelbacken

Geflochtene Brezeln....

Geflochtene Brezeln.....

Am 19.02.2014 waren LeiTa-Schüler/innen mit Ihren Patinnen und Paten zum Brezelbacknachmittag in der Backstube der Tübinger Bäckerei Gehr eingeladen.

Nach einer kleinen Führung durch die Backstube durften die Kinder gleich selbst zum vorbereiteten Teig greifen. Zunächst wurden lange Würste gerollt, aus denen unter Anleitung von Bäckermeister Gehr viele Brezeln, Zöpfe und sonstige phantasievolle Backwaren entstanden .

.....und andere Teigkreationen

Danach folgte die Laugendusche und schon kamen die Kunstwerke zum Backen in den Ofen.

Während der Wartezeit konnten die Kinder verschiedene Getreidesorten kennenlernen und Fragen zum Bäckerhandwerk stellen. So verging die Wartezeit recht schnell und die Nachwuchsbäcker/innen zogen voller Stolz mit einer Tüte duftendem Selbstgebackenem heim.

Wir danken der Bäckerei Gehr ganz herzlich für diesen Nachmittag, der Allen sehr gut gefallen hat!

LeiTa-Sommerfest

Sommerfest Rauhalde 2015

Das LeiTa-Sommerfest ist schon Tradition geworden.

Unser Sommerfest 2015 fand dieses mal am 13.06.2015 zum zweiten Mal im Wanderheim Rauhhalde in Pfrondorf statt. Dabei war auch das „Interkulturelle Spielmobil“ von der VHS Tübingen wieder mit dabei, das immer allen Beteiligten sehr gut gefällt. Wir  hatten alle zusammen einen schönen Nachmittag, bei dem das Wetter gepasst hat und das Essen sehr lecker war . Groß und Klein hatten viel Spaß mit den Spielen vom Spielmobil der VHS.

Round Table spendet Stocherkahnfahrt für LeiTa

Am 11. August 2012  kamen Schüler und Paten von LeiTa e. V. zum dritten Mal in den Genuss einer Stocherkahnfahrt. Der Verein Round Table, der regelmäßig in der Öffentlichkeit als Förderer auftritt, leistet so einen Beitrag, unsere Schützlinge am Tübinger Leben teilhaben zu lassen. Schon in den letzten beiden Jahren konnten die Teilnehmer eine idyllische Fahrt genießen.

Am 20.07.2013,  starteten zwei Stocherkähne von Round Table bei wunderschönem Wetter auf dem Neckar. Es gab Butterbrezeln und Melone und dazu viel Spaß. In diesem Jahr gings am 12.07.2014 los. Ebenfalls mit Butterbrezeln und Getränke, allerdings mit nicht ganz so schönem Wetter, was jedoch den Spass nicht trüben konnte.

Stocherkahnfahren 2013

Stocherkahnfahren

Stocherkahnfahren 2013

Stocherkahnfahren

IHK Regionalkonferenz am 29.4.2009

Das Tandem Hubert Spiegelhalder / Vijay Kumar spielte bei der Regionalkonferenz der IHK den Sketch „Die Bewerbung“ von Christa Hagmeyer.
„Sigi Richter stellt sich bei einem Bäckermeister vor, aber eigentlich hätte er Mechatroniker werden wollen. Er hört von den Anforderungen des Berufes und nimmt es so hin. Dass man als Bäcker sogar die Mathematik beherrschen soll, beunruhigt ihn jedoch etwas. Mittels Taschenrechner nimmt er es mit den Testaufgaben auf, die ihm sein künftiger Chef stellt. Aber bei Sigis Methode würde dem Bäcker die Insolvenz drohen. Doch da hat Sigi noch einen Rat parat.“

Uraufführung von „Auto und Sternschnuppe“ am 12.3.2008

Ein Theaterstück, entwickelt und aufgeführt von der VKL (Vorbereitungsklasse) an der Mörikeschule
Text und Regie: Christa Hagmeyer

Handlung:
Familie Berger bekommt immer mehr Probleme. Der Vater ist arbeitslos, leistet sich aber einen BMW. Für die beiden Jungen nimmt er sich nie Zeit. Da vergrößern die Jungen in einem Verzweiflungsakt die Sorgen noch. Sie zertrümmern den BMW, trauen sich danach nicht mehr nach Hause. Anscheinend glückliche Passanten machen den Jungen ihre Misere erst recht bewusst. Die Polizei soll den Fall aufklären. Nachbarinnen sind nicht nur Zeugen, sie kommen auch Frau Berger zu Hilfe. Gemeinsam findet man Lösungen. Fazit: Wünsche lassen sich erfüllen – am sichersten durch das eigene Tun.

Theaterszene

Die Geschichte der Geschichte:
Wie soll man Theater spielen oder verstehen, wenn man die Sprache nicht beherrscht? Die Schüler/innen der VKL leben seit kurzem in Deutschland und eignen sich Wortschatz und Phonetik erst an.
Wir beginnen mit einer Pantomime, für die vier Worte vorgegeben sind: Vater – Junge – Auto – zornig. Zwei Jungen schlagen auf ein Auto (einen Stuhl) ein, zum Schrecken des Vaters. Ein Minidrama also. In der nächsten Stunde ergründen wir, was der Grund dafür gewesen sein könnte. Es fallen Stichworte: Vater hat nie Zeit – Vater schlägt – keine Hilfe bei den Hausaufgaben – allein essen – keine praktische Hilfe – keine Belohnung – schimpft immer – Mutter muss arbeiten – Vater schlägt Mutter – Kinder sind wütend und rächen sich – gehen weg.

Daraus erarbeitet Christa Hagmeyer einen Dialog. Wir lesen den Text zunächst nur bis zum Eintreffen von Polizei und Zeugen und sammeln dann Ideen für einen möglichen Schluss.

Stichworte der Schüler/innen: die Jungen sind irgendwo in der Stadt, traurig, sie haben Angst, haben im Affekt gehandelt, sehen ein, dass sie etwas falsch gemacht haben. Der ältere Junge hat eine große Wut, beschützt aber den Kleinen. Sie sehen andere Menschen, glücklich, satt. Werden sie jemals eine glückliche Familie sein?
Das Stück soll gut ausgehen, wünschen sich einige. Wie könnte das aussehen und ist es dann auch ehrlich? Geht im Leben immer alles gut aus? Das Stück soll eine Lehre enthalten, meint jemand und alle stimmen zu. Was könnte eine gute Lösung sein – das Auto verkaufen – es ist nicht mehr viel wert, die Schulden wären immer noch da. Spargeld geben – die paar Euro. Die Jungen könnten sich ihr Taschengeld verdienen.
Am Ende hat das Stück neun Szenen. Es geht gut aus, aber nur, weil alle etwas dafür getan haben und der Vater einsichtig wurde.

Das Stück sei noch nicht zu Ende, meint jetzt jemand. Der Vater spiele vielleicht nur vor den Leuten seine Gutwilligkeit. Er müsse auch beweisen, ob er es wirklich auf Dauer ernst meine. Aber das ist dann eine andere Geschichte …

Beim Schlussapplaus